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Unterwegs mit der richtigen Autoversicherung Drucken E-Mail

Bei den Autoversicherungen haben Sie die Qual der Wahl: Viele Angebote, unterschiedliche Bonussysteme, individuelle Tarife, grosse Prämienunterschiede. Mit der richtigen Gesellschaft und Versicherungsart lässt sich viel Geld sparen.

Die Grundlage jeder Autoversicherung ist die Autohaftpflicht-Versicherung. Sie ist obligatorisch und in punkto Deckungsumfang bei allen Anbietern in etwa gleich, da gesetzlich vorgeschrieben.

Danach hört es aber bereits auf mit den Gemeinsamkeiten: Die Prämien variieren stark; zwischen billigstem und teuerstem Anbieter liegen Hunderte von Franken. Holen Sie sich also unbedingt mehrere Offerten ein oder vergleichen Sie die Prämien im Internet.

Entscheidend ist aber nicht nur die Prämienhöhe, sondern auch das Bonus-Malus-System der Gesellschaft.

Bonus-Malus: Grosse Unterschiede
Das Bonus-Malus-System regelt, wie viel Prozent der Grundprämie ein Autohalter zu bezahlen hat. Die Idee dahinter: Wer einige Jahre unfallfrei fährt, erhält einen Prämienrabatt.

Auch hier gibt es grosse Unterschiede: Einige Gesellschaften gewähren bis zu 70 Prozent Rabatt nach 12 Jahren ohne Unfälle, andere Versicherer gehen nur bis maximal 60 Prozent.

Weiter sollten Sie darauf achten, um wie viele Prozentpunkte Sie bei einem Schadensfall zurück gesetzt werden. Die knauserigsten Versicherer kürzen den Rabatt sofort um 50 Prozent, wenn es Blechsalat gegeben hat. Andere lassen einen ersten Unfall noch folgenlos durchgehen.

Neueinsteiger bekommen naturgemäss weniger Rabatt. Das heisst aber noch lange nicht, dass sie 100 Prozent Prämien bezahlen müssen. Wer beim Abschluss gut verhandelt, der kann gut und gerne einen «Startbonus» von 40 Prozent herausholen. 80 Prozent als Einstiegsstufe sind heute üblich.

Und: Unter Umständen kann es sich lohnen, einen allfälligen Schaden selber zu übernehmen. Und zwar dann, wenn die Reparaturkosten tiefer sind als die Kosten einer höheren Bonusstufe.

Weiter sollten Sie beim Abschluss darauf achten, wie die Gesellschaft bei fahrlässig verursachten Unfällen vorgeht. Die meisten Anbieter machen beim Unfallverursacher Regress geltend. Das heisst, in diesem Falle müssten Sie einen Teil des Schadens übernehmen.

Und schliesslich: Schliessen Sie nur Einjahresverträge ab, so können Sie im Folgejahr zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

Teil- und Vollkasko
Die meisten Anbieter gewähren bei der Teilkasko-Versicherung kein Bonus-Malus-System. Die Prämienunterschiede sind aber auch hier erheblich, genau so wie bei der Vollkasko-Versicherung. Lassen Sie sich also auch bei diesen freiwilligen Zusatzversicherungen mehrere Offerten unterbreiten.

Sie müssen die Kasko-Versicherungen nicht zwingend bei der Gesellschaft abschliessen, bei der Sie auch die Autohaftpflicht-Versicherung laufen haben.

Eine Teilkasko-Versicherung ist in den meisten Fällen empfehlenswert; der umfassende Versicherungsschutz der Vollkasko-Versicherung lohnt sich aber vor allem bei Neuwagen. Die Prämien sind zwar hoch (aber auch mit Bonus-Malus-System ausgestattet), doch wer seinen Neuwagen zu Schrott fährt, hat ohne Vollkasko viel Geld verloren. Experten empfehlen eine Vertragsdauer von 2 bis 4 Jahren, danach ist ein Totalverlust finanziell eher tragbar.

Wichtiger Zeitwertzusatz
Nicht nur die Prämienhöhe bestimmen die Attraktivität eines Kasko-Angebots. Genau so wichtig ist der sogenannte Zeitwertzusatz. Bei einer Versicherung mit Zeitwertzusatz erhält man in den ersten Jahren nach einem Schaden deutlich mehr Geld als der reine Zeitwert.

Ein Beispiel: Der Wert eines Neuwagens reduziert sich im ersten Jahr gemäss Eurotax um 20 bis 30 Prozent. Wer so einen Wagen gegen die Wand fährt, erhält mit dem Zeitwertzusatz immer noch 90 bis 95 Prozent des Neuwerts. Wie viel Sie nach wie vielen Jahren effektiv noch erhalten, ist je nach Gesellschaft unterschiedlich. Als Vielfahrer suchen Sie sich mit Vorteil einen Anbieter, der nur das Alter und nicht auch die gefahrenen Kilometer berücksichtigt.

Bei der Vollkasko-Versicherung lohnt sich bei den hohen Prämien auch die Erhöhung des Selbstbehalts. 500 Franken sind die Regel, ein Selbstbehalt von 1000 Franken ist gemäss Versicherungsexperten ein empfehlenswerter Betrag.

Rund ums Auto bieten viele Versicherer weitere Produkte wie die Parkschaden-Versicherung, die Insassen-Unfallversicherung oder eine Rechtsschutz-Versicherung an. Während letztere zu empfehlen ist hängen die beiden ersten von Ihrer Risikobereitschaft ab.

Für die Pannenhilfe im Ausland bieten Verkehrsclubs entsprechende Versicherungen, die für Clubmitglieder durchaus Sinn machen.

gelesen bei:  http://de.bluewin.ch/news/dossier/index.php/wirtschaft/versicherungen/8405

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